„Ich ermutige Sie, die Säkularität in der Kirche mit Sanftmut, ohne Ansprüche, aber mit Entschlossenheit und mit jener Autorität, die dem Dienst entspringt, präsent zu machen. Möge euer Dienst der Dienst des Samens sein, der Dienst des Sauerteigs, der verborgene Dienst und gleichzeitig der offensichtliche Dienst, der es versteht, in den Ereignissen – auch in den kirchlichen – zu sterben, damit sie sich von innen heraus verändern und gute Früchte tragen können.“

Papst Franziskus 2022 vor der Weltkonferenz der Säkularinstitute

Säkularinstitut

Ein Säkularinstitut ist eine besondere Form des geweihten Lebens (vgl. can. 710-730 CIC), die am 2. Februar 1947 von Papst Pius XII. in der Konstitution Provida Mater Ecclesia kirchenrechtlich bestätigt wurde.

Das Leben der Hingabe schließt mit der Entscheidung für die drei evangelischen Räte (Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam) die Freiheit von persönlichem Besitz, von menschlichen Bindungen so wie die Freiheit vom Eigenwillen mit ein und führt so zur wahren Freiheit der Kinder Gottes (Gal 5). Die Ganzhingabe an Gott und das Leben in der Welt werden im persönlichen Leben zu einer Einheit.

Papst Paul VI. sagte über die Säkularinstitute (1970): „Ihr gehört der Kirche unter einem besonderen Titel an, unter dem Titel »Geweihte in der Welt«, die in der Welt und nicht von der Welt, aber für die Welt sind.“ Und Papst Franziskus ergänzte 2022 vor der Weltkonferenz der Säkularinstitute: „Entweder Sie evangelisieren mit Ihrem Leben, und dies ist das Zeugnis, oder Sie können nicht evangelisieren.“