"Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen."

Mt 18,20

Winterzeit - stade Zeit?
Zeit für sich, Zeit für einander, Zeit für Gott

So ganz stad wirkt die Zeit im Advent und rund um Weihnachten oft nicht. Und doch geben viele Angebote dazu Anlass, aufmerksamer für sich, für andere und für Gott zu werden. Es sind die Wochen, in den wir unser Herz weit werden lassen können, auch für Gottes Ankunft in unseren Herzen an Weihnachten.
In den Winterwochen trifft man sich häufiger. Ein schöner Brauch rund um Kleinwolfstein ist das Frauentragen, auch Herbergssuche genannt. Eine Statute der Muttergottes wird in den Wochen vor Weihnachten von Haus zu Haus getragen, immer begleitet von Nachbarn, Gebet und Gesang. Anschließend folgt ein gemütliches Beisammensein. Wann im Jahr trifft man sich häufiger?

Kleinwolfstein-Advent
...das ist die gemeinsame Weihnachtsfeier von Nachbarn und Freunden aus der Umgebung, von klein bis groß - so wie Familien halt sind. Nach Glühwein und Punsch im Innenhof gab´s die Einladung in die Kapelle, wo Kinder und Jugendliche mit einem kleinen Theater und Musikstücken schon aufgeregt auf die Gäste warteten, - und natürlich auch das Christkind, zu dem dann in gemeinsamen Gebet noch Dank und Bitten nach Betlehem geschickt wurden.

Zur Abwechslung folgte im Freien ein kurzer Adventskrimi für die Jugend, während sich die Erwachsenen schon zum gemütlichen Austausch und Abendessen Essen in froher Runde einfanden. Das Nachbarschafts-Kabarett "Kreszenz und Burgl" rief dann wieder alle zusammen und gemeinsame Lieder sowie ein Fotorückblick aufs vergangene Jahr rundeten den Abend ab, ehe zum Abschluss in der Kapelle der Abendgruß zum Herrn erklang: Frohe Weihnachten!

Sylvester der Kontraste
Auch der Jahreswechsel ist immer wieder Anlass zur Besinnung und Neuausrichtung. Dieses Mal verbrachten die Mitglieder der Gemeinschaft die Tage ganz unterschiedlich:


Für alle galt das Motto:
Für das Vergangene ein DANK,
der Zukunft ein JA!


Gebet zum Jahresbeginn
Charles de Foucauld

Mein Vater, ich überlasse mich dir.
Mach mit mir, was du willst.
Was du auch mit mir tun magst, ich danke dir.
Zu allem bin ich bereit, alles nehme ich an.
Wenn nur dein Wille sich an mir erfüllt und an allen
deinen Geschöpfen, so ersehne ich weiter nichts, mein Gott.

In deine Hände lege ich meine Seele;
ich gebe sie dir, mein Gott,
mit der ganzen Liebe meines Herzens,
weil ich dich liebe, und weil diese Liebe mich treibt,
mich dir hinzugeben, mich in deine Hände zu legen, ohne Maß, mit einem grenzenlosen Vertrauen!
Denn du bist mein Vater.
Amen.