Windhauch, Windhauch, alles Windhauch

Kohelet 1,2

Windige Zeiten: Dringender Aufruf zum Gebetssturm

Derzeit läuft die Vorplanung für einen Windpark in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Klosters. Während in anderen Ländern so nahe an Wohngebieten Windkraftwerke nicht genehmigungsfähig sind, Experten einen Mindestabstand von mindestens 2000m empfehlen und in England sogar 3000m vorgeschrieben sind, liegt nach NÖ Gesetz der Mindestabstand für Gebäude im Grünland bei lediglich 750m Abstand, für Wohnbauland und Bauland Sonderfläche bei 1200m.

Klare Position
Unsere Gemeinschaft spricht sich klar gegen dieses Windpark-Projekt in unmittelbarer Nähe unseres Hofes aus. Die geplante Zone mit 200m hohen Windkraftanlagen in direkter Anliegerschaft zu Wohnbauten ist auch für Niederösterreich äußerst ungewöhnlich. Wir halten die geringe Distanz zu unserem Kloster und zu vielen Höfen und Wohngebäuden rund um den Buchenwald für völlig unzureichend.

Belastungen durch Windkraftanlagen
Windräder sind eine permanente Geräuschquelle und erzeugen Infraschall, d.h. Schall, dessen Frequenz unter der hörbaren Schallfrequenz liegt. Bei Menschen kann Infraschall, genauso wie ein erhöhter kontinuierliche Lärmpegel und tieffrequente Vibrationen durch Windkraftanlagen zu gesundheitlichen Belastungen führen. Vor wenigen Wochen haben zwei US-Wissenschaftler dazu äußerst beunruhigende Forschungsergebnisse vorgelegt. Zu den Lärmemissionen tritt noch der Schattenschlag, den die Windkraftanlage verursacht und der Wohngebäude im Nahbereich empfindlich stört. Steht die Sonne hinter dem Rotor, dann laufen bei Betrieb bewegte Schatten über die Grundstücke. Sie verursachen dort je nach Umlaufgeschwindigkeit des Rotors einen verschieden schnellen Wechsel von Licht und Schatten. Durch Fenster sind diese Effekte auch in allen Wohnräumen wahrnehmbar, die den Windkraftanlagen zugewandt sind, und zwar derart, dass diese Schatten durch den ganzen Raum wandern. Die Windkraftanlagen sind genau im Osten und Südosten des Klosters geplant. Die Berechnungen der Betreiberfirma bestätigen, dass wir so sehr vom Schattenwurf betroffen sein würden, dass die Anlagen zeitweise abgeschaltet werden müssten, weil gesundheitsschädlichen Grenzwerte überschritten werden würden. In den verbleibenden Stunden bliebe die Belastung. In unserem Fall beträfe es in den Morgen- und Vormittagsstunden die Räume des Osttraktes (inklusive Essküche und Stube), sowie vor allem den Kapellenraum, der genau zu dieser Tageszeit für Betrachtung, Meditation und hl. Messe genützt wird. Damit wären Kernbereiche unseres Lebens, sowie das unserer Gäste deutlich beeinträchtigt und gestört.

Was können wir tun?
Vor allem BETEN. für alle Beteiligten, um Frieden und Einheit! Natürlich versuchen wir - ganz im Sinne des Heiligen Ignatius - auf verschiedensten Ebenen aktiv zu werden und unseren Anliegen Ausdruck zu verleihen. Doch wir wissen, dass der HIMMEL die wirksamsten Möglichkeiten und die besten Mitarbeiter (auch auf Erden) kennt, um den ruhigen Lebensraum in Kleinwolfstein, der für so viele ein Ort der geistlichen und körperlichen Erholung geworden ist, zu erhalten. Es ist uns ein großes Anliegen, unsere Position FÜR dieses Ziel und nicht GEGEN bestimmte Personen zu formulieren. Ut omnes unum sint - dass alle eins seien! Joh 17,21

BETET MIT für alle am Entscheidungsprozess beteiligten Menschen. UM FRIEDEN UND EINHEIT. JEDEN TAG. VOLL VERTRAUEN. DER HIMMEL KANN WUNDER WIRKEN.

Danke für alle Unterstützung!

Weiterführende Link:
http://lebensqualitaethatvorrang.at
http://lebensqualitaethatvorrang.wordpress.com