"Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm."

1 Joh 4,16

Botschaft, die Orientierung gibt
Spannendes Programm bei den Urlaubstagen

Zu sehr aktuellen Themen sprachen die Referenten bei den "Urlaubstagen" zu Beginn des Jahres in Kleinwolfstein. Auch wenn die "Urlaubstage" in diesem Jahr natürlich nicht in der normalen Form möglich waren, fanden die Vorträge doch zur geplanten Zeit - diesmal im Onlineformat statt in Präsenz - statt: Dieses Jahr also ein Input zu Geistlichen Urlaubstagen vom Bildschirm aus.

Selten ein Schaden wo nicht auch ein Nutzen
Das Onlineformat nutzte natürlich ein viel größerer Teilnehmerkreis als es vor Ort in Präsenz möglich gewesen wäre. Teils bis zu 50 Geräte waren zugeschalten und doch gelang dort - wo es den Themen entsprach - ein Austausch zwischen Referent und Zuhörern.

Schutz in unsicheren Zeiten - Heilige als Hilfe
Start in die Vortragsreihe machte P. Joachim Richter LC zum ganz aktuellen Thema: "Schutz in unsicheren Zeiten, Der Hl. Josef, Schutzpatron der Kirche". Am 8. Dezember hatte Papst Franziskus das Jahr des Hl. Josefs ausgerufen. P. Joachim erläuterte die Vorzüge des Hl. Josefs als Säule des Glaubens und einem Heiligen, an dem man Halt findet. Als Patron des verborgenen Lebens, als Patron der Ehelosen, der Eheleute, etc. wird er als der universale Schutzpatron der Kirche verehrt. Von ihm können wir lernen, was es heißt, Verantwortung für andere zu übernehmen, Diener des Lebens und des Wachstums zu sein. Sein einziger Lohn war, mit Christus zu sein. Besonders schön war der Hinweis, dass der Hl. Josef auch der Lehrmeister des Gebetes sei. P. Joachim gelang es so vorzüglich, unseren Blick zu Beginn des Jahres auf den Hl. Josef zu richten und voller Vertrauen und Glauben bei ihm Schutz zu suchen.

Glaube, Hoffnung und Liebe - eine Ermutigung
Diese Botschaft verkündete Diözesanbischof Dr. Alois Schwarz mit vollem Elan: Taucht ein in die Weisheit Gottes! Die Weisheit sucht bei uns einen Platz. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, das bestimmt uns. Gewinnen wir Zeit für das Wesentliche. Seien wir Menschen, die sich abheben, durch ihren Lebensstil, durch ihren Glauben. Die richtige Reihenfolge laute: Zuerst die Weisheit Gottes, dann die Zeitung! Dann drehen wir uns nicht laufend um die eigene Achse.
Glaube ist das Sich-an-Gott-festmachen, der uns eine andere Lebensqualität schenkt. "Wir sind auf Gott hin und Gott ist die Liebe", so das Zitat von Herman dem Lahmen. So ist das Ziel des gläubigen Lebens ein erfülltes Leben, innerer Frieden, auch in Krankheit.
Bischof Alois ermutigte uns, jeden Tag mit dem Gebet zu beginnen, z. B. mit dem Psalmengebet. Das Gebet ist eine Schule der Hoffnung, sie führt hinein in das Vertrauen auf Gott. Immer wieder neu Aufschauen lernen, so der Wunsch des Bischofs an uns.
Dazu gab er uns noch fünf Prinzipien um zur inneren Ruhe zu kommen mit auf den Weg: Schlaf, Bewegung (wer sich nicht bewegt, kann nichts bewegen), Innehalten und Gebet, Gemeinschaft und Arbeit. - Steh auf, iss und trink! So die Empfehlung des Bischofs für die Zeiten des Lockdowns! Danke.

Be light, not heat!
Am selben Nachmittag sprach auch Franziska Harter zum Thema: "Be light, not heat!" - Zeuge sein: von der Kunst, den Glauben auszustrahlen, ohne hitzig zu werden. Franziska verdeutlichte an schönen Bildern, dass es gilt, anderen Menschen Edelsteine zu reichen, ohne ihnen ins Gesicht zu schlagen. Die Verkündigung unsers Glaubens erfordert viel Feingefühl und ein gutes Gespür für den rechten Augenblick sowie für Worte, die Herzen öffnen statt sie zu verschließen. Entscheidend ist dazu immer wieder, den eigenen Blick auf den anderen Menschen unter die Lupe zu nehmen: Sehe ich den Wert des andern und seine positive Intention im Bezug auf das Gesprochene?