"Was er euch sagt, das tut."

Joh 2,5

Früh raus ...
Die Lösung ist simpel

Wenn man am Abend seinen Wecker auf eine unangenehm frühe Zeit stellen muss, dann hat das nach Christi Himmelfahrt immer den gleichen schönen Grund, weshalb es dann auch gar nicht so schwer ist aufzustehen: Es geht auf Wallfahrt nach Mariazell. Treffpunkte, Wanderrouten, Orte zum Jausnern sind immer gleich und trotzdem ist es jedes Jahr besonders. Wir dürfen Maria nach Mariazell alles bringen, was uns auf dem Herzen liegt. Dieses Jahr ist das sicher auch der Dank, dass wir wiederkommen dürfen und auch sonst gibt es neben den Sorgen und Ängsten um Corona ein vergangenes Jahr (eben seit der letzten Wallfahrt), das mit vielen guten Ereignissen gefüllt war.
Gut muss nicht gleich schön sein. Das ist vielleicht eine seltsam anmutende Aussage, aber vielleicht wird es klarer, wenn man sich das Evangelium mit der Hochzeit zu Kana zu Gemüte führt (Joh 2,1-11): Der Wein fehlt, das Fest geht noch weiter. Welche Möglichkeiten gibt es? Maria tut das, was nüchtern betrachtet, das einzig Sinnvolle ist: Sie gibt Jesus Bescheid. Und nach anfänglichem Zögern schenkt Jesus Wein in Überfülle. - Dass der Wein ausgeht, passiert uns wohl öfter. Das Leben scheint kompliziert und anstrengend. Die Motivation schwindet. Die Lösung ist genauso simpel wie in Kana: Mit unserem Problem zu Maria, unserer himmlischen Mutter gehen. Sie wird es zu ihrem Sohn, unserem Heiland - dem "Alles-wieder-gut-Macher", bringen. Und genau das ist es, was wir bei dieser Wallfahrt getan haben. Alles zu Maria, damit alles zu Jesus kommt.

Übrigens: wenn man für die Wallfahrtstrecke trainiert und sozusagen kleine Wallfahrten macht und dabei um gutes Wetter betet, kann man diese Sorge wirklich ausklammern. Dieses Jahr hatten wir den besten Beweis. Zwei Wochen vorbereitendes Gebet ermöglichten uns eine fast komplett trockene Wallfahrt entgegen aller Prognosen.


Das Mariazeller Lied

Sei gegrüßt, o Gnadengarten
Sei gegrüßt, vergiß nicht mein
Wo die Engel Dir aufwarten,
Jesus und Maria rein.
    R: Vergiß mein nicht!
   dies ist mein' Bitt'
   O Maria, verlaß mich nicht!

Sei gelobt, gebenedeiet
Diese Stund' und Augenblick,
Daß Maria mich erfreuet,
Gott, mir Dir mein Herz erquickt!
    R: Vergiß mein nicht!
   dies ist mein' Bitt'
   O Maria, verlaß mich nicht!

Einen Gruß laß mich ablegen
Vor dir, o Maria schön!
Gib auch deinen heil'gen Segen,
Daß mein' Stimm' vor dir ertön'!
    R: Vergiß mein nicht!
   dies ist mein' Bitt'
   O Maria, verlaß mich nicht!

Wallfahrtslied seit ca. 1700
Textquelle: www.marienlied.de/mariazell.html