"Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Weingärtner."

Joh 15,1

Männer in der Mehrzahl -
ein Wochenende in Kleinwolfstein

Das erste Adventwochenende ist jedes Jahr reserviert für Männer: Tage zur Einkehr, nicht in´s Wirtshaus, sondern ins Kloster. An diesem Wochenende wird über das eigene Leben nachgedacht und reflektiert, zu aktuellen Themen diskutiert, zusammen gebetet und gesungen. Theologische, spirituelle und gesellschaftliche Themen standen auf dem Programm.

Mit einem Impuls startete P. Markus Christoph SJM in die besinnlichen Tage: Er sprach über den Wert eines solchen Wochenendes und zeigte anhand sehr praktischer Beispiele mit vielen Vergleichen zur Ordnung in der Natur auf, dass sich jede Pflanze von Jahr zu Jahr entwickle. Je nachdem wie der Wind wehe, wachsen die Bäume; je nachdem wie man die Pflanzen gieße und pflege, gedeihen sie. Damit formulierte P. Markus sozusagen eine Einladung zu reflektieren, woher der Wind des letzten Jahres geweht hatte und wie man nun gerade stehe. Gott als Gärtner zu verstehen, bedeutet, sich von ihm pflegen, begießen und beschneiden zu lassen und so auch das Wachstum immer wieder nach oben auszurichten.

Am Samstagvormittag war Zeit für einen Rückblick und zur Beichtvorbereitung, bevor dann P. Herget vom Institut St. Justinus als Gastreferent in die Unterschiede zwischen Islam und Christentum einführte und sich anschließend viel Zeit nahm, um viele lebhafte Fragen zu beantworten.

Dem Tag des Herrn gemäß feierten alle im Haus einen festlichen Sonntagsgottesdienst und wie´s dazu gehört, wurde im drauffolgenden Frühshoppen oder auch in theologischer Runde - wie immer man´s nennen möchte - viel diskutiert, debattiert und neue Perspektiven entwickelt: Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland lieferte einigen Stoff dafür.

Noch ein Buchtipp: Während der Mahlzeiten gibt es den Brauch der Tischlektüre, in der dieses Mal "Das Gebet - ein einzigartiges Gespräch mit Gott" von Peter Kreeft gelesen wurde. Lohnt sich!

So war das Männereinkehrwochenende hoffentlich rund um wieder eine Stärkung und ein Auftanken, um mit Freude und Zuversicht in den Alltag zu gehen und die Dinge von einem anderen Blickwinkel aus anzugehen: der Überzeugung mit Gott zusammen die Aufgaben des Lebens am besten meistern zu können.