"Die Freude am Herrn ist unsere Stärke."

Neh 8,10

Urlaub und Erholung -
mal geistlich nachgedacht

Immer wieder taucht die Frage auf: Wann geht ihr denn in Urlaub? Es ist dabei manchmal nicht klar, was genau mit "Urlaub" gemeint ist. Natürlich haben wir auch arbeitsfreie Tage wie jeder Arbeitnehmer. In Urlaub von unserer Berufung gehen wir jedoch nie. Hoffentlich. Und da unsere Berufung der Dienst im Alltag ist, wäre ein Urlaub vom Dienst auch nicht passend.

Was hilft uns dann, immer wieder Kraft für die Begegnungen und Herausforderungen im Alltag zu tanken? Wo ist unsere Erholung? In der Nähe zum Herrn!

In dem Moment, in dem geistiges Leben mit dem Alltagsleben verschmilzt und nicht mehr als ein Additum, also als ein zusätzliches Stundenkontingent gilt, das im Tagesplan absolviert werden muss, findet jeder Tag seine Ruhezeit/en.

Natürlich gibt es während unseres Tages Stunden des Gebets. Das sind die Zeiten, in denen wir unter dem liebenden Blick des Herrn unsere Seele, unsere Arbeit, unseren Alltag, unsere Beziehungen wieder ordnen und in SEINEN Willen stellen. Das sind jeden Tag einige Stunden Urlaub.

Und auch jede Arbeit unter dem Blick Gottes ist entlastend, freimachend, findet das rechte Maß und die rechte Motivation. Manchmal gelingt es nicht so, wie man es sich wünscht. Oder das vorgenommene Pensum kann nicht bewältigt werden. Wenn jeder jedoch sein Bestes gibt, ohne inneren Druck oder äußeren Stress, dann ist es genug. Der Rest darf getrost dem Herrn übergeben werden.

Von daher: Probiert es aus.
Stellt den Alltag unter den Blick Gottes und lasst euch nicht aus der Ruhe bringen. Wenn etwas schiefgeht, dann zieht - wie J. M. Escrivá vorschlägt - einen Strich von unten nach oben durch´s Minus und schon ist - auf den Herrn ausgerichtet - ein Plus daraus geworden... Probiert´s. Jeden Tag wieder neu.