Mein Herr und mein Gott!

Apostel Thomas zu Jesus in Johannes 20,28

Zeit für einen Rückblick

Zum Jahresende lohnt es sich, die stilleren Tage auch zu einem Rückblick auf die vergangenen Monate zu nutzen. Zeiten der Rückschau helfen uns, die großen Linien in unserem Leben klarer zu sehen, Zusammenhänge zu verstehen, zu danken und ggf. auch eine Orientierungskorrektur anzugehen. Auch wir blicken so voller Dankbarkeit auf die vielen Geschenke des Himmels im vergangenen Jahr zurück und möchten allen, dort wo sie zu Mitarbeitern des Himmels geworden seid, für ihre Unterstützung ein herzliches Vergelt´s Gott sagen! Wir haben versucht, über die verschiedenen Aktivitäten der Gemeinschaft immer möglichst aktuell zu berichten. Es tut uns leid, wenn wir nicht allen Anfragen und Wünschen nachkommen konnten. Doch dazu ein guter Vorschlag: Ihr betet ab sofort ganz fest und vertrauensvoll für weitere Ancillae und wir versprechen, dann mehr personelle Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen. So einfach.

In den vergangenen Rundbriefen haben wir viel über unsere pfadfinderische Jugendarbeit und über Veranstaltungen in Kleinwolfstein berichtet. Dabei gehen andere Apostolate manchmal etwas unter:

Apostolat - Teenstar
Im Jahr 2016 startete wieder ein Teenstarkurs in Kleinwolfstein. Besonders schön dabei, dass viele Kinder und Jugendliche aus der direkten Umgebung mit großer Begeisterung daran teilnehmen. Das bietet als Unterstützung für die Eltern eine Möglichkeit an der Persönlichkeitsbildung der Jugendlichen mitzuwirken und über Themen wie Freundschaft - Liebe - Sexualität zu sprechen.

Apostolat - Institut St. Justinus
Für einige Stunden in der Woche sind zwei Mitglieder der Ancillae Domini im Institut St. Justinus tätig. Dieses wurde bereits vor 20 Jahren von P. Herget und P. Lainer gegründet und stellt es sich zur Aufgabe, Menschen zu unterstützen, zu begleiten und zu unterrichten, die auf der Suche nach dem christlichen Glauben sind. So haben sie viel Kontakt zu Menschen aus der Türkei, dem Iran, Afghanistan, Aserbaidschan, Albanien und anderen Ländern. Sie arbeiten mit Menschen, die nach Europa kommen und Christen werden wollen. - Wie begegnen wir ihnen? ...
Bischof Klaus sagte kürzlich: Jesus im Herzen zu tragen und zu den Menschen zu bringen, ist ein sehr attraktiver Weg, der für jeden möglich ist. Wer den Frieden Jesu im Herzen erfährt, findet die Dringlichkeit, es den anderen zu sagen! Aktuell begleiten die beiden u.a. eine Familie, die schon vor ihrer Flucht nach Österreich am Christentum interessiert war und - trotz Verbot - heimlich die Bibel las. Als sie nach Europa kamen, wandten sie sich mit der Bitte um die Taufe an die zuständige Behörde. Die betreffende Betreuerin prüfte die Ernsthaftigkeit und unternahm erst einmal ein halbes Jahr lang nichts, bis auf weiteres Drängen der Familie das Institut St. Justinus informiert wurde. Verständigung erfolgt anfangs oft mit Händen, Füßen und "Google Translator", der erste Kontakt war sehr herzlich. Ein türkischer Mitarbeiter unterrichtete die Familie dann im katholischen Glauben und sie wurde im Februar dieses Jahres in das Katechumenat aufgenommen.
Es ist eine Bereicherung, diese Familie, die mittlerweile schon sehr gut deutsch spricht, zu begleiten auf ihrem Weg zu und mit Gott und ihre vielen Fragen zu beantworten (... oder es wenigstens zu versuchen). Ein Vorbereitungskurs dauert üblicherweise ein bis zwei Jahre und man spürt, dass die Sehnsucht zur Taufe hier im Wachsen ist. Wie viel Mut braucht es für diese Menschen, wenn sie Christen werden möchten! In ihren Herkunftsländern werden sie dafür verfolgt, es droht ihnen die Todesstrafe und auch hier in Österreich haben sie es oft sehr schwer unter ihren Landsleuten. SIE suchen jemanden, der ihnen vorangeht, sie begeistert, sie ermuntert weiter zu gehen. Und WIR suchen Mitarbeiter!

Apostolat - Hospiz
Seit einigen Jahren arbeiten Mitglieder der Ancillae Domini ehrenamtlich im Team des mobilen Hospizdienstes der Caritas mit. Regelmäßig besucht jede die ihr anvertraute Person: kleine Spaziergänge, Besuche auf dem Friedhof, Kaffeetrinken, Fotos anschauen und in Erinnerungen schwelgen, etwas spielen, miteinander über Gott und die Welt sprechen oder einfach still am Bett sitzen, da sein und gemeinsam schweigen.
Zeit schenken, innehalten und still werden, da sein, mitgehen, begleiten, aufmerksam sein... Diese Worte hören wir oft im Zusammenhang mit Hospizarbeit. Und es ist tatsächlich so: ich nehme mir eine bestimmte Zeit, besuche eine Person, ich bin bei ihr, aufmerksam auf ihre Bedürfnisse, darf sie eine bestimmte Zeit begleiten, auf ihrem Weg mitgehen und das meist ohne viele Worte. Wohin führt dieser Weg? Letztlich führt der Weg zum Ziel des Lebens und oft sind die Menschen gerade auf dieser letzten Etappe sehr einsam. Sie freuen sich sehr, wenn jemand vorbeikommt, sich Zeit nimmt und das macht dann auch selbst froh.
Am Bett eines schwerkranken, alten oder sterbenden Menschen erleben wir es: Eine Seele macht sich auf zu Gott ans Ziel ihres Lebens - man darf ein paar Schritte mitgehen, begleiten, vielleicht mit Gottes Gnade auch den Weg bahnen - staunend und tief berührt über das Große was sich hier ereignet - Geburtstag für die Ewigkeit.

Aktuelles aus Altötting
Auf Einladung der Wallfahrtsdirektion Altötting ist Maria nun in die Ausbildung zur Pilgerbetreuerin eingestiegen: Informieren, zuhören, beten und Zeugnis ablegen - so die Aufgabe der Pilgerbetreuer. Als Diener Mariens sind sie für die Nöte der Wallfahrer da, um mit und für sie zu beten oder einfach ortskundig Auskunft zu geben. Gelebte Barmherzigkeit und Nächstenliebe am Kapellplatz. Nun ja - und das kleine Haus in der Burghauser Straße hat sich mittlerweile zu einer Langzeitbaustelle entwickelt. Doch der Entschluss, im Erdgeschoß eine Generalsanierung durchzuführen war sicher nicht falsch. Helfer sind daher weiterhin gerne willkommen. Sobald weitere Zimmer bewohnbar sind, laden wir dann auch herzlich ein, das Altöttinger Wallfahrts- und Pilgerprogramm richtig zu nutzen und bei uns dazu Unterkunft zu finden. Die verschiedenen Veranstaltungen sind digital unter http://www.altoetting.de/pdfs/WKK_2017.pdf zu finden. Auch gibt es immer wieder gute Tagungsangebote, z.B. Christopher West im Mai 2017. Ganz neu startete zum Beginn des neuen Kirchenjahres eine Initiative, die jeweils zum Monatsbeginn feierlich ein Triduum begeht: Priesterdonnerstag, Herz-Jesu-Freitag und Herz-Mariä-Samstag. Die Anliegen dieser drei Tage liegen uns besonders am Herzen: Gebet für Priester und geistliche Berufungen, für Familien und den Schutz des Lebens, für den Frieden in der Welt. Ist nicht das Gebet um so vieles wichtiger wie alle sonstige Aktivität. Wir machen mit und laden ein!