Geht darum hin und macht alle Völker zu Jüngern, indem ihr sie tauft.

Mt 28,19

Christen heraus aus der Komfortzone!
Akademie mit Dr. Gudrun und Dr. Martin Kugler

So wie es in der Katholischen Pfadfinderschaft Europas schon lange Tradition ist, treffen sich immer wieder junge Erwachsene für zwei Tage, um sich gemeinsam mit einem Thema auseinanderzusetzen, das für ihr Leben als junge katholische Christen von Bedeutung ist. Im Kontext von Mission Manifest lag in diesem Jahr die Themenwahl auf der Hand:

Zeuge sein & Antwort geben...
Missionarisch leben ist eine große Aufgabe. Wie gelingt es, durch das ganz persönliche Lebenszeugnis die Botschaft Jesu in der Welt sichtbar und erlebbar werden zu lassen? Was heißt es "christlich zu leben"? Wie können wir Zeuge sein und Antworten aus dem Glauben geben?

Besonders freute die engagierten Teilnehmer die Zusage von hochklassigen Referenten: Daria von Thurn und Taxis stellte die Arbeit von Elija 21 vor, Stefan Matthaei referierte in seiner jugendlich-frischen Art über das Christsein als Erfüllung der menschlichen Sehnsucht und zeigte auf, wie in Glaubensgesprächen von Christus her Antworten gefunden werden können... Und Dr. Gudrun und Dr. Martin Kugler begeisterten regelrecht mit ihrem Hauptvortrag: "Christen heraus aus der Komfortzone! Engagiert Euch! Aber wie? Wofür? Bringt das etwas?" Die promovierte Juristin Gudrun Kugler ist verheiratet, Mutter von vier starken Persönlichkeiten und Mitglied im Nationalrat Österreichs. In vielen christlichen Initiativen taucht ihr Name auf: Kath.treff, One of Us, ITI Trumau, etc... Es war ein starkes Glaubenszeugnis, das die beiden ihren faszinierten Zuhörern gaben!!!

Christen als Anwälte der Vernunft und der Freiheit
Klarheit in der Sprache und Brillanz im Ausdruck zeichnen Gudrun Kugler aus. Sie nahm Stellung zur Genderideologie, plädierte für eine Erziehung zum Anstand und gegen Diskriminierung, sieht sich als eine Anwältin der Familie als Keimzelle für die Gesellschaft und zeigte auf, wie sehr wir Menschen nur durch Bindung unsere Berufung leben können. Unabhängigkeit führe auf Dauer zur Langeweile, die Dynamik einer Bindung dagegen ermögliche Glück und Erfüllung.

Jeden Tag mutig sein
In ihrer Arbeit als Politikerin verfahre sie ähnlich wie die Pfadfinder mit der täglichen Guten Tat: Jeden Tag einmal mutig sein - so ihr Motto! ... Christen stehen für die Größe des Menschen. Die "Mitleidskultur" unserer Gesellschaft traue dem Menschen keine Herausforderung, keine Anstrengung mehr zu. Doch gerade Kultur bedeute, eine Form zu finden, Leidenschaften zu zügeln. Selbstbeherrschung zeige die Größe und Freiheit des Menschen, Zügellosigkeit führe zur Versklavung. Und für die Größe des Menschen lohne es sich einzustehen. Die kirchliche Soziallehre sei aktuell genau die Antwort auf die Ratlosigkeit von Politik und Gesellschaft.

Was tun? Mitreden!
Das Christentum habe eine Botschaft für die Welt. So formulierte Dr. Kugler drei Ziele für das Wirken von engagierten Christen:

Dabei gilt: Einer macht einen Unterschied! Egal ob Meinungsbekundung, Fragen stellen, anstoßen von Diskussionen, Leserbrief verfassen oder net-working - Einer macht einen Unterschied zu Keiner!

Ihr Ehemann Dr. Martin Kugler knüpfte in seinem Referat dann direkt daran an. "Macht den Mund auf!", so sein Appell: "Stellt Fragen!" Kommunikationsstrategien und kleine sprachliche Tipps sind dazu hilfreich. Gerade die Wichtigkeit einer wertschätzenden, positiven Sprache war beiden Referenten ein Anliegen: klar, wahr und wertschätzend. Ein Beispiel ging den Zuhörern sehr nahe: Abtreibung stoppt ein schlagendes Herz. Abtreibung ist für immer. - Auch hier gilt: Das Christentum hat eine Antwort.

DANKE, liebes Ehepaar Kugler. Danke für euer Engagement, für euer Zeugnis und eure Begeisterung für die Größe des Menschen und die Gnade des christlichen Glaubens!



Dr. Gudrun Kugler:
"So wie viele andere Österreicher ärgerte ich mich oft über die Politik. Aber nur durch engagiertes Einbringen kann man etwas verbessern. Ich bemühe mich um eine unverrückbare christliche Orientierung und den umfassenden Schutz der Menschenwürde und der Menschenrechte durch die Politik.
Ich stehe für die Mütter und Familien, die sich von herkömmlichen linken Feministinnen nicht vertreten fühlen. Ich arbeite für Rahmenbedingungen, in denen Freiheit und Verantwortung groß geschrieben werden - anstatt staatliche Bevormundung."