Advent - Ankunft des Herren.

Kleinwolfstein - Advent

Der Samstag vor dem vierten Adventssonntag ist nun schon aus jahrelanger Tradition reserviert für den Nachbarschaftsadvent in Kleinwolfstein. Freunde, Nachbarn und Bekannte treffen sich, um gemeinsam einen adventlichen Abend zu gestalten.

Die Gruppe der Kinder und Jugendlichen, die mit einem Krippenspiel den Abend eröffnete, wird von Jahr zu Jahr größer. In diesem Jahr nutzten sie komplett den Innenhof als Bühne und die verschiedenen Stalltüren wurden zu den Türen der Gasthäuser in Bethlehem.

Ach, Josef, bleib ein wenig steh´n,
kaum kann ich atmen in dem Wind,
sag, müssen wir noch weiter geh´n,
ich brauche Ruhe für mein Kind.


Wir haben unser Ziel erreicht,
wie froh ich bin, es war nicht leicht,
doch warte, bald liegst du bequem,
im warmen Bett in Bethlehem.


Herr Wirt, wir suchen ein Quartier!
Es tut mir Leid, kein Platz ist hier!
...

... Der Text ist vielen schon altbekannt. Und doch bewegte die Geschichte der Kinder wieder die Herzen von Jung und Alt.

Im Anschluss daran waren alle Gäste in die warme Stube eingeladen und es folgte ein abwechslungsreiches Programm: Adventslieder, gemeinsames Gebet, Stücke der Stubnmusi, eine Weihnachtsgeschichte, gemeinsamer Gesang, Pause, Jause und Beisammensein und als Abschluss wieder ein Theater über die besten Geschichten aus der Nachbarschaft.

Doch nicht erst dieser kabarettistische Beitrag - dieses Mal erzählt aus der Perspektive von zwei engelgleichen Mitarbeitern des Hl. Petrus - erheiterte die Gesellschaft. Schon die einleitenden Verse brachten so manche nicht nur aufgrund der Reime zum Schmunzeln:

Grüß euch Gott, Nachbarn, Freunde und Bekannte,
die Elli d´ Einladung an euch hoffentlich wieder alle sandte!
Wir Panholz-Mentscha freun uns gar sehr,
den Weg zu finden - des is mittlerweile ja nimmer schwer.
Am End des Jahres wir uns gemeinsam treffen,
wir hoffn, wir haben niemand vergessen.

Heuer wieder ganz viel Leut gangen aus und ein,
von jung bis alt, von groß bis klein.
Ob ÄlWiN, Jungschar, Pfadfinder, Firmlinge, Schulklassen, Familien, Senioren, Kommunion r, Pfarrgemeinderäte, Gemeinschaften, Frauen und Männer und auch Bischof Klaus -
gingen hier alle ein und aus!

Auch am Hof hat sich wieder viel getan,
da eigne Traktor rennt, wir selber mahn.
DANK fleißiger Bastler das recht alte Fahrzeug rollt,
im Frühjahr geht´s weiter - falls ihr mal mitfahren wollt.

Mir hamm uns heit au wieder a Programm ausdacht,
a bissl besinnlich, musikalisch und es wird hoffentlich au gelacht.

Zu hören gibt´s heute noch eine Geschichte,
von zwei Eseln, die nicht mehr wollten tragen ihre Gewichte.
Nach dem Wunder stellten sie eine Frage,
und an das Christkind eine Klage.
Doch im Stall von Bethlehem sie verstanden
und (diesen schönen Gedanken) fanden:
Wenn auch das Christkind von uns nicht abnimmt die Last,
du doch von ihm die Kraft zum Tragen geschenkt bekommen hast.

So wie die beiden Esel sich gegenseitig helfen und nützen,
so geht´s auch uns im Einander-unterstützen.
Am wichtigsten ist dabei der Frieden und Segen,
mög das Christkind uns das allen reichlich geben.