"Friede sei euch! Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich auch euch!"

Joh 20,21

Friedensgebet, Friedensarbeit und Friedenswallfahrt.
Ein Friedensfest in Kleinwolfstein

Anlässlich der Erhebung von Neustadtl zum Friedensort erlebten viele Gäste und Freunde am ersten Juli-Wochenende bei wunderbarem Sommerwetter ein beeindruckendes Friedensfest. Eingeleitet wurden die Feierlichkeiten mit einer nächtlichen Anbetung unter dem Motto "Don´t sleep, just pray" die ganze Nacht hindurch vor dem ausgesetzten Allerheiligsten. In der schön gestalteten Kapelle war es eine besondere Erfahrung im Kerzenlicht ganz alleine beim HERRN zu sein, sich mit ihm zu unterhalten, ihn anzubeten und mit ihm zu wachen...

Am Sonntagvormittag versammelte sich dann eine große Gruppe Wallfahrer, um gemeinsam mit dem Verein Europäische Friedenrose der Enthüllung einer Metall-Ikone mit der Darstellung "Maria, Mutter der Umkehr" beizuwohnen. Zu dem Festakt waren viele Gäste gekommen: Pfarrer Kasimir und Bürgermeister Kriener, sowie Gerlinde Pollak als Pfarrgemeinderats-Obfrau, der die Friedensarbeit ein großes Anliegen ist, vertraten die Gemeinde Neustadtl. Herzlich begrüßt wurden auch Pius Frank, Obmann vom Verein Europäische Friedensrose, sein Stellvertreter und Festredner des Tages Prof. Dr. Mag. Josef Abfalter, das gesamte Friedenskomitee Neustadtl mit Obmann Andreas Wirth und viele Nachbarn und Freunde.

Monatliches Friedensgebet in Kleinwolfstein
Es war an einem Winterabend im Januar 2016, als sich Pius Frank, ein Metallkünstler aus Nöchling, in Kleinwolfstein als Besuch ansagte: Er hätte da eine Idee... So kam es zum gemeinsamen Austausch. Pius erzählte von der Initiative der Europäischen Friedensrose und von seiner Überzeugung der zentralen Notwendigkeit des Friedens für die Welt, die Gemeinden, Familien und Gemeinschaften - und vorallem für die Wichtigkeit des Gebetes für diesen Frieden.

Seine Initiative beruht auf drei Säulen: Dem Friedensgebet als dem Fundament eines Friedensortes, die Friedensarbeit, die zuhause beginnt, in jedem Haus, jedem Hof, jeder Gemeinschaft, jeder Einrichtung und der Friedenswallfahrt, die das Anliegen hinausträgt und pilgert.

In Kleinwolfstein hat er Mitstreiter gefunden: Schon am 2. Februar 2016 erfolgte die Friedenskomitee-Gründung mit Obmann Andreas Wirth, am 7. März 2016 fand das erste Friedensgebet statt und seither trifft man sich dazu an jedem siebten Tag des Monats um 18.30 Uhr in der Kapelle der Gemeinschaft Ancillae Domini. Besondere Höhepunkte waren das einjährige Jubiläum mit Pfr. Martin Hochedlinger und die Segnung der Madonna im Innenhof am 7. Oktober 2017.

Der 8. Juli 2018 sollte nun der Tag sein, an dem Neustadtl zum dritten Friedensort Niederösterreichs erhoben wird. Künstler Pius Frank enthüllte feierlich eine kunstvoll angefertigte Metall-Relief-Skulptur mit der Darstellung "Maria, Mutter der Umkehr": Frieden beginne immer im eigenen Herz, mit der Umkehr im eigenen Herzen. Möge Maria dazu allzeit Fürsprecherin und Gnadenvermittlerin sein. So die Gedanken zum Kunstwerk.

Nach der Segnung durch Pfarrer Kasimir und einem Lied zur Muttergottes machte sich die große Gruppe von Wallfahrern auf den Weg Richtung Neustadtl: Gebete und Gesänge an den Bildstöcken unterwegs sowie eine Jause an der Lueger-Kapelle gestalteten den Wallfahrtsweg sehr kurzweilig und so zog die Gruppe rechtzeitig zum Festgottesdienst mit Pfr. Martin Hochedlinger in die Neustadtler Pfarrkirche ein.
Ein Fest des Friedens fand mit dem Lob Gottes und dem Dank an den Himmel seinen passenden Abschluss. Ein herzliches Vergelt´s Gott an alle Helfer und Mitbeter!



Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.

(nach Franz v. Assisi)