"Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil"

Ps 23,4

Zu Gott unterwegs sein
Mit Nachbarn und Freunden auf Wallfahrt

Sich auf den Weg machen, früh morgens oder etwas später am Morgen mit Familie, Kind und Kegel, unterwegs sein durch Regen und Sonnenschein, ein Stein im Schuh, eine drückende Blase am Fuß, müde Füße, unsichere Knie... das gehört zu einer echten Wallfahrt einfach mit dazu.

Einmal im Jahr gibt´s die Einladung an alle Freunde, Nachbarn und Bekannte, zum Dank für die zurückliegenden Geschenke des Himmels und genauso als Bitte für all unsere Anliegen und Sorgen zur Muttergottes nach Mariazell zu wallfahrten.

In diesem Jahr schloss sich auch die Pfarrwallfahrt Blindenmarkt an und so konnten wir dann am Ende mit Verstärkung das Kirchenschiff von Mariazell füllen und der Predigt des Kaplans P. Michael Sulzenbacher aufmerksam lauschen.

Auf dem Weg dorthin wurde unsere Schar unterwegs immer größer: zuerst trafen wir am Ötscher Hias auf die Gruppe mit Startpunkt Wienerbruck, später auf weitere Nachzügler.

Zur Wallfahrt gehört auch Rosenkranz: immer in verschiedenen Anliegen, selbst formuliert oder teils vorbereitet schickten wir so all unsere Bitten schon zur Muttergottes voraus:

Alles möcht' ich Dir erzählen,
alle Sorgen, die mich quälen,
alle Zweifel, alle Fragen,
möcht't ich, Mutter, zu Dir tragen.

Wege, die ich selbst nicht kenne,
liebe Namen, die ich nenne,
Schuld, die ich mir aufgeladen,
anderen zugefügten Schaden.

Ärgernis, das ich gegeben,
all mein Wollen, all mein Streben,
all mein Beraten, mein Verwalten,
mein Vergessen, mein Behalten.

Mein Begehren, mein Verzichten,
und mein Schweigen, und mein Richten,
alle kleinen Kleinigkeiten,
die so oft mir Müh' bereiten.

Jedes Lassen, jede Tat,
Mutter Dir, vom guten Rat,
leg ich alles in die Hände,
Du führst es zum rechten Ende!
Amen.

aus: http://www.marienlied.de/maria_gebete.html