"Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und euch dazu bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und das eure Frucht bleibt."

Joh 15,16

Verzicht ist Zugewinn an Lebensfreude
Bischof Alois auf Besuch in Kleinwolfstein

Zur großen Freude der Gemeinschaft folgte Bischof Alois Schwarz am zweiten Jännerwochenende der Einladung nach Kleinwolfstein. Auf einigen Veranstaltungen der ver­gangenen Wochen hatte man sich schon kennengelernt und so wurde die Zeit genutzt, um dem neuen Diözesanbischof einen Einblick in die Aufgaben und Arbeiten der Ancillae Domini zu geben.

"Sie setzen die Tradition fort und bringen zum Bischofsbesuch die Sonne mit!" - Nach so einem Einstieg kann nicht mehr viel schief gehen und nach einer kurzen Andacht in der Kapelle folgte Bischof Alois sehr aufmerksam den Ausführungen der einzelnen Ancillae.

Er interessierte sich genauso für den kurzen geschichtlichen Abriss zu den Anfängen der Gemeinschaft in den Jahren 2003-2005 mit Unterstützung von Bischof Klaus, für die Schritte hin zur offiziellen Anerkennung, sowie für die inhaltliche Ausrichtung der Gemeinschaft als Säkularinstitut. Natürlich war auch die Umsiedelung von Krahof 3 nach Kleinwolfstein 28 mit Großbaustelle ein Thema und der anschließende Aufbau eines kleinen geistlichen Zentrums.

Auch für uns selbst ist immer wieder interessant, wie doch der Himmel die Koordination der Vielfalt unseres Apostolates in die Hand genommen hat und immer wieder nimmt: Parallel zur internen Strukturierung unserer Gemeinschaft (Konstitutionen, Regelwerk etc.) entwickelten sich vier große Bereiche:

  1. Einem Säkularinstitut entsprechend unsere berufliche Tätigkeit an ganz unterschiedlichen Bereichen,
  2. bekanntermaßen die aktive Jugend- und Familienarbeit, u.a. bei den Pfadfindern,
  3. die Angebote des geistlichen Zentrums in Kleinwolfstein und
  4. unser kleiner Versandladen K+K (Katholische Geschenke­kiste) als besondere Möglichkeit apostolischen Wirkens.

Als ehemaligem Pfadfinderkurat mussten wir Bischof Alois auch nicht lange den pädagogisch wertvollen Ansatz der Pfadfinderarbeit erklären.
... und immer wieder ließ er in den gemeinsamen Austausch tiefer führende Gedanken miteinfließen.

Zum gemütlichen Ausklang bei Kaffee und Kuchen verglich Bischof Alois dann die vergangenen Stunden mit einem mentalen Hubschrauberflug über Kleinwolfstein, mit Hilfe dessen er nun die verschiedenen Aufgaben der Gemein­schaft wie ein Mosaik nun zusammensetzen könne. Er ermutigte, dem begonnenen Weg weiter zu folgen, dorthin zu gehen, wo die Menschen sind und zugleich Orte und Zellen zu bilden, an denen man Gott wieder neu und tiefer begegnen kann. Unsere katholische Tradition habe dazu auch vieles, woran man sich festhalten könne. ... und schon zog Bischof Alois beispielshaft seinen Rosenkranz aus der Tasche.

"Habt dabei im Blick, dass ihr oft die Ernte nicht einfahren könnt. Auch Moses konnte sein Volk nicht ins gelobte Land führen. Für ihn war am Jordan Schluss. Erst Jesus vollendete dieses Werk. Was glaubt ihr denn, warum sich Jesus genau am Jordan taufen ließ...?"