Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.

Mk 10,15

40 Jahre Katholische Pfadfinderschaft Europas: Bundesfest in Neu-Ulm, Osterkurse im Wasserschloss und Frühlings-Akademie in Regensburg

Die Katholische Pfadfinderschaft Europas feiert ihr 40jähriges Gründungsjubiläum und wie jedes Jahr starten die Ancillae Domini mit vielen Aktivitäten in den Frühling. Zusammen mit ca. 1000 Gästen feierten die Pfadfinder Ende Februar das große Bundesfest 40 Jahre KPE in Neu-Ulm. Es war ein begeisterndes Begegnungsfest von christlichen Familien, quer durch alle Altersstufen. Die hohe Anzahl an Kindern, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Eltern, die mit großer Fröhlichkeit das Mammutprogramm durchstanden, schenkt große Hoffnung und bestätigt, dass die Pfadfinderarbeit eine ganz notwendige Arbeit zur Unterstützung der christlichen Familien leistet.

Besonders freute alle Anwesenden die Grußworte von Weihbischof Florian Wörner "Gott und seine Kirche brauchen Euch!". Bischof Wörner schreibt: "Nichts kann das Herz der Menschen besser erreichen als das mutige und frohe Zeugnis junger Leute, die erkennen lassen, dass die Freude an Gott ihre Kraft ist (vgl. Neh 8,10) und dass es schön ist, katholisch zu sein. Ihr habt da eine echte Mission, insbesondere unter Euren Altersgenossen! Ich weiß, dass das nicht immer leicht ist. Aber habt keine Angst! Gott lässt seine Freunde nicht hängen." Siehe dazu auch 40 Jahre Katholische Pfadfinderschaft Europas

Osterkurse im Wasserschloss
Sobald die Tage länger und die Nächte wärmer werden, starten die Pfadfinder wieder in die Frühlingssaison. In der Osterwoche begleiteten die Ancillae die Ausbildungskurse der Pfadfinder im Wasserschloss Haus Assen. Ca. 70 Pfadfinderinnen hatten sich dort eingefunden, um vor der beeindruckenden Kulisse des Renaissance-Schlosses die wichtigsten Grundlagen zur Führung einer Pfadfindergruppe zu erleren bzw. zu vertiefen. Siehe dazu auch den Zeitungsbericht "Europäische Pfadfinder belagern Haus Assen".

Frühlingsakademie in Regensburg
Von ganz anderer Art war die Frühlingsakademie in Regensburg. Vom 15.- 17. April versammelten sich ca. 100 junge Erwachsene, um zusammen mit Prof. DDr. Marschler, Prof. Dr. Bonk und P. DDr. Markus Christoph über verschiedene Aspekte unseres Glaubens nachzudenken und mehr über die Entwicklung der Lehre in der Katholischen Kirche von Jesus, über die Apostel, die Heilige Schrift bis hin zu den heutigen Lehräußerungen zu hören.

Development of Christian Doctrine. Glaubt die Kirche noch das gleiche, was Jesus gelehrt hat?
... so lautete das Akademiethema: Der christliche Glaube ist 2000 Jahre alt. Seine Lehre hat sich in dieser Zeit entwickelt, entfaltet, ...auch verändert? Auf jeden Fall lehrt die Kirche heute viel mehr als in der Bibel steht. Kann die Kirche das überhaupt? In welchem Ausmaß? Und warum eigentlich? - Wenn die persönliche Entscheidung für den katholischen Glauben rational verantwortbar sein will, dann muss gesichert sein, dass die Lehre, die die Kirche über Jahrhunderte entwickelt hat, mit den biblischen Quellen übereinstimmt. Die Frage der Entwicklung der christlichen Lehre erhält gerade vor den aktuellen Fragen der Bischofssynode zur Ehe und Familie eine hohe Aktualität.

In seinem abschließenden Vortrag griff Prof. Bonk dann ausführlich das Hauptthema Papst Benedikts XVI., den Wahrheitsanspruch des Christentums auf und schlug einen Bogen zur Verkündigungsbulle Misericorda vultus von Papst Franziskus. Die heutige Krise der Gesellschaft beruhe auf der Krise des Wahrheitsanspruchs unserer Religion.

Es sei verführerisch anzunehmen, dass andere Religionen ebenso gleichberechtigte Wahrheit besäßen. Weit verbreitet sei die Annahme, es gäbe etwas im Sinne eines Geistes, einer kosmischen Energie, etwas Ewiges, das sich in den verschiedenen Religionen und Kulturen verschieden zu erkennen gäbe: einmal mehr rational oder ein andermal eher irrational - je nach kulturellem Hintergrund. Dazu komme die Haltung der Toleranz und Wertschätzung gegenüber anderen religiösen Überzeugungen, sodass die Tendez bestehe, auch den Wahrheitsanspruch des Christentums zu relativieren. Das sei laut Josef Ratzinger die entscheidende Gefahr: sich gleichwertig neben andere zu stellen. So könne man fortfahren ein Christ zu sein und sich auch weiter der christlichen Ausdrucksformen bedienen, jedoch nur in der Wahl einer Möglichkeit von vielen. Der Wahrheitsanspruch des Christentums ist damit aufgegeben und es herrscht Skepsis im Hinblick auf den Begriff der Wahrheit als solche. Für Josef Ratzinger sei dies die eigentliche Quelle und der eigentliche Ursprung der Krise des Christentums heute.

Ein ausführlicher Artikel über die Akademie wurde auf der Homepage des Bistums Regensburg publiziert.